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Heros severus
(Heckel, 1840)
Wissenschaftlicher Name bedeutet: heros = Held und severus = streng / ernst
Herkunft
Typusfundort von Heros severus ist der obere Rio Negro in (Brasilien). Wir fingen Heros severus 1995 in Venezuela im Cano ei Toro wo die ca. 5 - 7cm langen Fische
sich zu kleinen Trupps zusammenschlossen und im Rio Guarico, wo sie sich einzeln unter Schwimmpflanzen aufhielten.

Bei Heros severus können beide Geschlechter gleich groß worden, ca. 25 - 28 cm und sind an ihren sekundären Geschlechtsunterschieden nicht immer leicht zu erkennen.
Bei unserer Popolation aus dem Rio Guarico besaßen Männchen und Weibchen Punkte von gleicher Größe und Anzahl auf den Kiemendeckeln. Bei Fischen, die aus dem Rio Atabapo stammten,
trugen jedoch nur die Männchen Punkte, bei den Weibchen hingegen fehlten sie gänzlich. Bei einer dritten Population, dessen Herkunftsgebiet uns unbekannt war, besaßen sowohl Männchen
als auch Weibchen keine Punkte auf den Kiemendeckeln.
Heros severus ist ein larvophiler Maulbrüter. Dadurch unterscheidet er sich von den bisher bekannten anderen Heros-Arten. Unsere Heros severus laichten stets an senkrechten
Gegenständen (Steine, Wurzeln, Glasscheibe). Die Gewässer in ihrer Heimat wiesen einen PH-Wert von 5 auf und eine Härte war meist nicht nachweisbar. Bei uns im Aquarium laichten die Tiere
ohne weiteres bei einer Gesamthärte von 13 °dGH und einen ph-Wert von 7 ab. Aus den ca. 100 - 200 Eiern umfassenden Gelege schlüpfen nach ca 3 Tagen die Larven, die von den Eltern vorsichtig
herausgelutscht und anschließend im Maul untergebracht wurden. Beide Elterntiere beteiligten sich an der Maulbrutpflege und es ist immer wieder faszinierend anzusehen, wie ein Elternteil an
den anderen den Jungfischschwarm übergibt. Außerhalb der Laichzeit ist Heros severus ist ein relativ friedlicher Cichlide, der keine hektischen oder aggressiven Mitbewohner liebt.
Er ist auch kein plakativfarbener Fisch und zudem noch Pflanzenfresser, was seine Beliebheit sicher weiterhin schmälert. Aber dennoch lohnt es sich, diesen interessanten Cichliden zu pflegen.
Text und Foto Xaver Hofer 87 1972
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